Herzlich willkommen

heißt Sie die Freiwillige Feuerwehr Schloßborn eV auf ihrer Homepage. Auf dieser Seite möchten wir Sie informieren, was die Schloßborner Feuerwehr so macht, wie sie ausgerüstet ist und wie sie gegliedert ist. Wir hoffen, Sie so umfassend über uns zu informieren. Wenn Sie Anregungen und Fragen haben, wenden Sie sich an uns .

Einsatzzahlen 2014

Bis zum 31.12.2014 absolvierte die Feuerwehr Schloßborn
67 Einsätze, die sich wie folgt aufgliedern:

8   Brandeinsätze (+1)
    davon
    3    Bereits gelöschtes Feuer
    1    Kleinbrand B
    3    Mittelbrand
    1    Großbrand

49 Hilfeleistungseinsätze (+13 / +36%)
    davon
   15    Sturm-/Unwettereinsatz
    7    Amtshilfe
    7    Ölspur / auslaufende Betriebsstoffe
    6    Unterstützung Rettungsdienst
    4    Verkehrsunfall
    3    Voraus-Helfer bei medizin. Notfall
    2    Notfall-Türöffnung
    5    Sonstige Hilfeleistung

5  Fehlalarme (±0)
    davon
    3    Blinder Alarm
    1    Böswilliger Alarm
    1    Fehlfahrt

5   Sonstige Einsätze (±0)
    davon
    3    Brandsicherheitsdienst
    1    Brandschutzerziehung
    1    Alarmübung

Sind in Ihrer Wohnung Rauchwarnmelder installiert?

Ja? Schon mal ganz gut. Aber wann haben Sie die Geräte das letzte Mal kontrolliert?

Zwar sind die meisten Modelle bis auf den evtl. Batteriewechsel quasi wartungsfrei, sollten und müssen aber dennoch regelmäßig kontrolliert werden.

 

Die Funktionsbereitschaft ist durch den Testknopf schnell festgestellt. Das ist aber nur der erste Prüfpunkt. Genauso wichtig ist die optische Inspektion der Umgebung:

  • Sind alle Gehäuseöffnungen des Melders noch frei, nicht durch Flusen verschmutzt oder wurden sie bei der letzten Renovierung versehentlich mit Farbe abgedeckt? Das Gerät sollte keinerlei Farbanstrich aufweisen!
  • Besteht noch ausreichend Abstand zu Einrichtung und Wänden? Wurden in der Zwischenzeit Möbel aufgestellt, umgeräumt oder Dekorationen und Leuchten angebracht? Empfohlen ist eine Hindernisfreiheit von 50 Zentimeter in alle Richtungen!
  • Haben andere bauliche Änderungen stattgefunden oder werden Räume anders genutzt, z. B. ehemaliges Büro jetzt als Kinderzimmer? Beispielsweise verhindert Zugluft einen frühzeitigen Alarm, weil sich die Rauchkammer des Melders nicht schnell genug füllt. Dann ist ein anderer Montageort festzulegen!


Darüber hinaus sollten Rauchwarnmelder in der Regel nach 10 Jahren ausgetauscht werden, um weiterhin eine möglichst frühe Alarmauslösung zu gewährleisten. Einige qualitativ hochwertige Melder verfügen über eine längere Garantie- und Lebensdauer, bitte beachten Sie daher die jeweiligen Angaben des Herstellers in der Bedienungsanleitung zum Gerät. Denn auch die Elektronik altert und das kann zu Verzögerungen führen. Bei Brandrauch können aber bereits Sekunden über Leben und Tod entscheiden!

Nein? Dann wird es jetzt höchste Zeit zu handeln!

Ab 1. Januar 2015 gilt in Hessen, wie bereits in vielen anderen Bundesländern, die gesetzliche Pflicht sämtliche Wohnungen mit Rauchwarnmelder auszustatten. Während bei Neu- und Umbauten die Pflicht bereits seit Juni 2005 besteht, gab es für Bestandsbauten eine Übergangsfrist bis zum 31.12.2014.



Ziel der Gesetzesmaßnahme ist es, die fürchterlichen Folgen von Bränden zu senken. Zwei Drittel aller Brandopfer (in Deutschland z. Zt. rund 400 Tote und 4000 Verletzte jährlich) werden nachts im Schlaf überrascht. Die Mehrheit erleidet dabei eine Rauchvergiftung. Denn im Schlaf riecht der Mensch nichts. Und tödlich ist bei einem Brand in der Regel nicht das Feuer, sondern der Rauch. Bereits drei Atemzüge hochgiftigen Brandrauchs können tödlich sein — die Opfer werden im Schlaf bewusstlos und ersticken dann.

Rauchwarnmelder können zwar keine Brände verhindern, aber durch ein besonders lautes Alarmsignal auch Schlafende rechtzeitig vor der Gefahr warnen. Für Hörgeschädigte gibt es spezielle Geräte mit zusätzlichen Warneinrichtungen wie z. B. Blitzleuchten und Rüttelkissen. Damit erhalten Betroffene eines Brandes den nötigen Vorsprung, um sich und die Familie schnell in Sicherheit zu bringen.

Mangelnde Ausstattung führt zu Konsequenzen

Zwar hat der Gesetzgeber noch keine formelle Kontrollen vorgesehen. Falls jedoch ein Mensch bei einem Wohnungsbrand gesundheitliche Schäden erleidet oder sogar ums Leben kommt, wird sich künftig die Frage nach der vorschriftsmäßen Ausstattung mit Rauchwarnmeldern stellen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt können Eigentümer und auch Mieter mit unangenehmen Haftungsfragen durch die Staatsanwaltschaft konfrontiert werden.

Im Gesetz wird nur die Mindestausstattung für Schlafräume, Kinderzimmer und Rettungswege (Flure u. ä.) gefordert. Wir empfehlen jedoch eine Anbringung in allen Räumen der Wohnung, außer dort wo üblicherweise viel Staub, Rauch oder starker Wasserdampf entsteht (wie z. B. in Küche und Bad). Viele Vermieter machen das bereits so, um vorausschauend jederzeit mögliche Nutzungsänderungen zu berücksichtigen. Andererseits befinden sich gerade in Wohn- und Esszimmer die meisten elektrischen Geräte und dort werden öfters auch mal Kerzen verwendet. Ein Rauchwarnmelder ist dort also ebenfalls sehr sinnvoll.

 

Obwohl Statistiken die Küche als Brandquelle Nr. 1 verzeichnen, wird dort von herkömmlichen Rauchwarnmeldern abgeraten, da diese beim Kochen häufig Fehlalarme produzieren würden. Stattdessen empfehlen sich dort Wärmemelder, die auf eine erhöhte Temperatur reagieren. Prinzipbedingt erfolgt der Alarm allerdings deutlich später als bei Rauchwarnmeldern. Wärmemelder sind daher nur eine Zusatzoption und dürfen gesetzlich geforderte Rauchwarnmelder keinesfalls ersetzen!

 

Ansonsten gibt es auch Rauchwarnmelder mit Stummschaltung, deren Warnton vorübergehend abgeschaltet werden kann und die sich dann selbsttätig wieder zurückstellen. Diese Geräte empfehlen sich z. B. in der Hobbywerkstatt.

 

Weiterführende Weblinks

  • (1) Hessisches Ministerium des Innern und für Sport - Faltblatt Rauchwarnmelder retten Leben in 12 Sprachen
  • (2) Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung
    - Häufig gestellte Fragen (FAQ), insbes.  rechtliche Aspekte im Mietverhältnis
  • (3) rauchmelderpflicht.eu - insbes. detailierte Empfehlungen zur richtigen Montage
  • (4) "Forum Brandrauchprävention" - Umfangreiches Infoportal, u.a. Sonderanwendungen für Gehörlose / Kinder / Wohnwagen, Allgemeine FAQ's, uvm.